Very british – Zukunftsreisen und Scones mit Konfitüre und Curd

Sooo ihr Lieben,

Nun kommt nach dem gelben Minion Kuchen Teil 2 meiner sommerlichen Back-Exkursion.

Ein weiterer Grund, warum ich neben dem Sommerloch ein wenig Blogfaul war, ist eine wunderbar schräge britische Fernsehserie, die einige von euch sicher kennen und die mir erst vor einigen Wochen wirklich bewusst wurde… Die Rede ist von Doctor Who, dem verrückten zeitreisenden Kerl, der im Laufe der Zeit von unterschiedlichsten Personen verkörpert wird (mein Favorit ist David Tennant) und der die merkwürdigsten Dinge zwischen Raum und Zeit erlebt. Dank meinem Online-Filmabo habe ich mich jetzt schon durch mehrere Staffeln geschaut und der Humor ist neben vielen Folgen, von denen einige etwas kitschig, die meisten aber tasächlich recht spannend sind, das was mir am besten gefällt. Very british! Und im Originalton natürlich wie immer viel besser!

Genauso verrückt wie der Humor, ist die Tatsache, dass ich von dieser Serie zur Zeit so gefesselt bin, da ich eigentlich kein Science Fiction Typ bin. Aber ein Britischer Humor-Typ war ich tatsächlich schon immer… Vielleicht erklärt es das.

Im Zuge meines Serienwahns sind mir dann noch ein paar tolle Rezepte für britsche Scones und Brombeerkonfitüre mit Rosmarin aus der Living at Home (08/2013) in die Hände gefallen und ich habe mich gleich ans Backen und Marmelade einkochen begeben… Verrückt, da ich tatsächlich im Alter von 30 Jahren mein allererstes Glas Marmelade selbst gekocht habe und befunden habe, dass ich mit dieser Fähigkeit sicher mal irgendwann Mutter des Jahres werden kann, so denn ich denn irgendwann Kinder habe.

Da mein Scones Vorrat aber meiner Meinung nach neben der tollen selbstgemachten Marmelade auch noch einen anderen, typisch britschen Aufstrich brauchte, habe ich mich entschlossen unbedingt noch Lemon Curd machen zu müssen, da ich wie bei vielen anderen Sachen auch hier total auf diesen herrlich zitronigen Geschmack stehe. Zum Glück fiel mir ein, dass ich auf dem tollen Blog vom Backbuben vor einiger Zeit mal ein Rezept dafür gesehen habe. Wunderbar und sooo lecker.

Hier nun Fotos und Rezepte meiner britischen Phase:

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Joghurt-Scones
500 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
60 g Zucker
Salz
120 g weiche Butter in Flöckchen
2 Eier (Kl. M)
fein geriebene Schale von 1 Biolimette
250 g Vollmilchjoghurt
1 Eigelb (Kl. M)
1 El Milch

Mehl, Backpulver, 40 g Zucker und 1 Prise Salz in einer Schüssel vermengen. Butter, Eier, Limettenschale und Joghurt dazugeben und alles mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Den fertigen Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 2,5 cm dick ausrollen. Mit einem Ausstecher oder Dessertring (ich habe ein Glas verwendet) ca. 12 Kreise aus dem Teig stechen.

Backofen auf 190 Grad (Umluft 170 Grad) vorheizen. Das Eigelb mit 1 El Milch verquirlen. Teigkreise auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech platzieren, mit der Eiermilch bestreichen und mit 20 g Zucker bestreuen. Nun die Scones auf mittlerer Schiene ca. 15 Minuten goldbraun backen. Kurz abkühlen lassen und am besten noch lauwarm mit Frischkäse oder Butter und Brombeeraufstrich genießen.

Die Scones können auch sehr gut eingefroren werden und vor dem Verzehr kurz für 5-10 Minuten unaufgetaut im Ofen erwärmt werden. So schmecken sie fast wie frisch gebacken und ihr habt länger etwas davon.

Brombeerkonfitüre mit Rosmarin
(für 4 Gläser à 250g)
1,2 kg Brombeeren

3 kleine Stiele Rosmarin
8 Stiele Zitronenverben
(oder Zitronenmelisse)

500 g Gelierzucker 2:1
1-2 Päckchen Zitronensäure

Brombeeren waschen und verlesen. Früchte in eine Rührschüssel geben und mit dem Stabmixer pürieren. Anschließend das Püree durch ein feines Sieb streichen (ergibt ca. 1 kg Püree). Rosmarinblättchen und Zitronenverbeneblätter von den Stielen zupfen. Beide Kräuter getrennt voneinander fein hacken. (da Zitronenverbene schwer zu bekommen ist, habe ich stattdessen Zitronenmelisse verwendet)

Das Fruchtpüree, den Rosmarin, Gelierzucker und Zitronensäure in einen großen Topf geben und verrühren. Masse unter Rühren aufkochen und bei starker Hitze 3 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei weiter rühren. Gehackte Zitronenmelisse unterrühren und dann eine Gelierprobe machen: dafür einige Tropfen Fruchtmasse auf eine kalte Untertasse geben. Wird diese nicht nach kurzer Zeit fest, dann das Ganze weitere 2-3 Minuten unter Rühren kochen lassen und ein zweites Päckchen Zitronensäure unterrühren. Eventuell entstandenen Schaum mit einer Schaumkelle abschöpfen und den heißen Brombeeraufstrich sofort randvoll in die vorbereiteten Gläser füllen. Fest verschließen und für 5 Minuten auf den Kopf stellen, damit sich ein Vakuum bilden kann. Die Gläser danach wieder umdrehen und komplett auskühlen lassen.

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Lemon Curd (à la Backbube)
4 Eigelb
225 g Zucker
185 ml Zitronensaft
120 g gewürfelte Butter
1 Prise Salz
1 1/2 EL abgeriebene Zitronenschale

Eigelbe & Zucker in einer großen Schüssel mehrere Minuten aufschlagen, bis die Masse dick und hell wird. Den Zitronensaft daruntergeben und das Ganze in einen Edelstahltopf umfüllen (Ihr solltet nach Möglichkeit keinen Aluminiumtopf verwenden, er kann mit dem Zitronensaft und dem Eigelb reagieren!)

Nun die Mischung bei geringer Hitze langsam erwärmen und währenddessen ständig mit einem Holzlöffel umrühren, bis sie eindickt. ACHTUNG: Nicht kochen lassen, sonst gerinnt die Masse! Mit einem Schneebesen die Butter Würfel für Würfel unterrühren, dann das Salz & die Zitronenschale dazugeben. Das Ganze so lange weiter erhitzen, bis es eine puddingähnliche Konsistenz annimmt.

Zum Schluß das fertige, noch warme Lemon Curd vom Herd nehmen, in Gläser umfüllen und diese fest verschließen. Im Kühlschrank hält es sich so für mehrere Wochen.

Ich hoffe, dass der Geschmack euch auch so „amused“ wie mich :-)

Liebe Grüße

Nathalie

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